Von Pfauen und Wanderameisen
Der Mensch liebt das Kategorisieren. Er unterteilt die Welt in Hunde- und Katzenmenschen, Tee- oder Kaffeetrinker, Berg- oder Meeresurlauber. Das ist sicherlich manchmal hilfreich und erhöht die Auflage so manches Beziehungsratgebers („Warum Hundemenschen und Katzenmenschen nicht zusammenpassen”), ich fühle mich durch die gängigen Kategorien aber nur ungenau beschrieben. Auch wenn ich mich recht eindeutig verorten kann (Katze! Kaffee! Meer!).
Daher nun ein neues Gegensatzpaar: Pfauen und Wanderameisen. Pfauen, die eitlen Selbstdarsteller der Tierwelt, die ihr zugegebenermaßen gutes Aussehen mit einer schrillen Stimme konterkarieren. Deren Körper schöner Schein ist, Blendwerk, um die Außenwelt zu beeindrucken. Deren Hauptlebensaufgabe darin besteht, herumzustolzieren und Räder zu schlagen. Denen genau deswegen Bewunderung entgegenschlägt. Ok, ich rede hier von den männlichen Vertretern der Gattung, aber ein wenig Pauschalisierung muss bei dieser Art von Schubladendenken ja wohl erlaubt sein...
Und nun, auf der anderen Seite, die Wanderameise, der ich mich - der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben - deutlich mehr verbunden fühle als dem Pfau. Ständig unterwegs im Dienste der Sippe, intelligent durch Netzwerken, das Herdentier der Insektenwelt. Ohne ihre Familie, den Staat, ist sie verloren, für sie opfert sie sich auf. Das Einzelkämpferdasein liegt ihr nicht. Zugegeben, nur ein Liebhaber wird sie als schön bezeichnen - aber sie ist zäh und sportlich, und das nötigt dem Beobachter Bewunderung ab. Unter den Lasten, die sie trägt, würde mancher Pfau zusammenbrechen.
Zeit, der Wanderameise ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Daher nun ein neues Gegensatzpaar: Pfauen und Wanderameisen. Pfauen, die eitlen Selbstdarsteller der Tierwelt, die ihr zugegebenermaßen gutes Aussehen mit einer schrillen Stimme konterkarieren. Deren Körper schöner Schein ist, Blendwerk, um die Außenwelt zu beeindrucken. Deren Hauptlebensaufgabe darin besteht, herumzustolzieren und Räder zu schlagen. Denen genau deswegen Bewunderung entgegenschlägt. Ok, ich rede hier von den männlichen Vertretern der Gattung, aber ein wenig Pauschalisierung muss bei dieser Art von Schubladendenken ja wohl erlaubt sein...
Und nun, auf der anderen Seite, die Wanderameise, der ich mich - der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben - deutlich mehr verbunden fühle als dem Pfau. Ständig unterwegs im Dienste der Sippe, intelligent durch Netzwerken, das Herdentier der Insektenwelt. Ohne ihre Familie, den Staat, ist sie verloren, für sie opfert sie sich auf. Das Einzelkämpferdasein liegt ihr nicht. Zugegeben, nur ein Liebhaber wird sie als schön bezeichnen - aber sie ist zäh und sportlich, und das nötigt dem Beobachter Bewunderung ab. Unter den Lasten, die sie trägt, würde mancher Pfau zusammenbrechen.
Zeit, der Wanderameise ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Ameisenscheiße - 6. Mai, 21:49
