Von positiven und negativen Vorurteilen
Nachdem ich mich ein wenig über das Leben der Wanderameisen schlau gemacht habe, muss ich meine Sympathie für diese Spezies vielleicht ein wenig einschränken - die Wanderameise ist zwar tatsächlich ein geselliges Geschöpf, dies aber hauptsächlich aus einem Grund: Essen. Soweit könnte ich das ja noch unterstützen, schließlich nehme ich meine Mahlzeiten auch nur ungern alleine ein. Nahrung bedeutet aber für die Wanderameise grundsätzlich Krieg (was mir als pazifistischem Gutmenschen ja per se unsympathisch ist). Heerscharen von ihnen fallen, teilweise in militärischer Formation incl. Vorhut, Flankenschutz und Nachhut, über die Futterquelle her und hinterlassen rund um ihr Nest eine einzige Ödnis - Grund für die regelmäßigen Umzüge. Klingt irgendwie nicht ganz so nett wie im Klischee von der fleißigen Ameise, oder?
Aber was den Pfau angeht, bleibe ich bei meinem Urteil. Alles mehr Schein als Sein. Selbst die Schwanzfedern, von denen die Weibchen sich so beeindrucken lassen (je länger desto eher - da behaupte noch einer, Länge sei unwesentlich...), sind gar nicht wirklich bunt, sondern leben nur von der Interferenz des Lichts, das das eigentlich graue Gefieder schillern lässt. Abgesehen von der Angeberei bei der Balz bringt sich der Pfau dann auf der Beziehungs- und Familienebene selten bis gar nicht ein - die Brutpflege überlässt er dem Weibchen, und auch von lebenslanger Treue wie beim Schwan habe ich nichts gelesen. Insgesamt also ein ziemlicher Blender, der Vogel.
Da sortiere ich mich doch lieber in die Kategorie Kampfameise ein. Oder überlege mir neue Kategorien. Oder schaffe es vielleicht, das Schubladendenken ganz aufzugeben. Zugegeben ein hoher Anspruch.
Aber was den Pfau angeht, bleibe ich bei meinem Urteil. Alles mehr Schein als Sein. Selbst die Schwanzfedern, von denen die Weibchen sich so beeindrucken lassen (je länger desto eher - da behaupte noch einer, Länge sei unwesentlich...), sind gar nicht wirklich bunt, sondern leben nur von der Interferenz des Lichts, das das eigentlich graue Gefieder schillern lässt. Abgesehen von der Angeberei bei der Balz bringt sich der Pfau dann auf der Beziehungs- und Familienebene selten bis gar nicht ein - die Brutpflege überlässt er dem Weibchen, und auch von lebenslanger Treue wie beim Schwan habe ich nichts gelesen. Insgesamt also ein ziemlicher Blender, der Vogel.
Da sortiere ich mich doch lieber in die Kategorie Kampfameise ein. Oder überlege mir neue Kategorien. Oder schaffe es vielleicht, das Schubladendenken ganz aufzugeben. Zugegeben ein hoher Anspruch.
Ameisenscheiße - 11. Mai, 14:48
